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Die „Gasspürer" der Stadtwerke sind wieder unterwegs

Versorgungssicherheit hat bei den Stadtwerken Dinslaken höchste Priorität. Die Wartung und Instandhaltung des Gasrohrnetzes gehört zu den Kernaufgaben der Technikabteilung des kommunalen Energieversorgers. Deshalb überprüfen die Stadtwerke das System unter den Straßen von Dinslaken und Hünxe regelmäßig auf seine Dichtigkeit, Sicherheit und Funktionstüchtigkeit. Eine aufwändige Arbeit, die gemeinsam mit Mitarbeitern der Firma Sewerin aus Gütersloh im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt geleistet wird: Jeder Meter wird zu Fuß abgegangen und überprüft.

Derzeit ist es wieder soweit. Rund 166 Kilometer Gasverteilleitungen und 119 Kilometer Gashausanschlussleitungen werden mithilfe von sensiblen Messgeräten kontrolliert. Die vollständige Gasrohrnetzprüfung wird voraussichtlich - je nach Witterung - vier Monate in Anspruch nehmen.

So funktioniert es

Ohne GPS läuft heute auf den Straßen fast nichts mehr. So auch bei der Gasrohrnetzüberprüfung. Wie bei einem Navigationsgerät wird auf dem Laptop ein digitaler Bestandsplan des Versorgungsnetzes gezeigt. Eine gelbe Linie zeigt den Verlauf der Rohrleitungen an. Auch Hinweise auf Art und Leitungsverlauf zu den einzelnen Hausanschlüssen sind digitalisiert.

Das auffälligste Gerät, das bei der Gasrohrnetzprüfung zum Einsatz kommt, ist allerdings die Teppichsonde der Firma Sewerin. Das Gerät, das ein Mitarbeiter dieser Firma über Asphalt und Gehwege schiebt, erinnert an einen Staubsauger und funktioniert auch nach dem gleichen Prinzip: Es saugt die Luft vom Boden an. Sollten darin brennbare Gase enthalten sein, wird dies auf dem Messgerät angezeigt und ein Alarmsignal ertönt. Leider reagiert die Teppichsonde ebenso auf Autoabgase. Das erschwert gerade in der Innenstadt die Messung.

Wie schnell die Mitarbeiter handeln müssen, sollten sie einen Gasaustritt feststellen, hängt vor allem von der Lage des etwaigen Lecks ab. Befinden sich Häuser oder Hohlräume wie beispielsweise Schächte von Ampelanlagen in weniger als einem Meter Nähe, handelt es sich um einen Schaden der Klasse A 1, d. h. von höchster Priorität. In einem solchen Fall würden sofort Probebohrungen vorgenommen, um die Art des Gases zu bestimmen und gegebenenfalls die genaue Lage der Beschädigung zu lokalisieren. Das Leck würde abgedichtet und gegebenenfalls die Rohrleitung anschließend komplett erneuert.

 

Foto: Dirk Bittner, Abteilungsleiter Netze und Anlagen Gas / Wasser der Stadtwerke Dinslaken (l.) und Ekhard Jauken, Sewerin.