Ihr Versorger am Niederrhein.
Sonderseiten

Elektrisiert auf der Tanzfläche

Sie versuchen erst gar nicht, sich als Kammerensemble zu bezeichnen. Erst einmal passt die Besetzung Blockflöten, Melodica, Violine oder Viola, Violoncello und Klavier ohnehin in keines der üblichen Schemata. Und  dann sagt diese Besetzung nichts darüber aus, wie Spark tatsächlich klingt. Andrea Ritter, Daniel Koschitzki, Stefan Balazsovics und Victor Plumettaz nennen sich „klassische Band“. Und das trifft es. Wenn Spark Musik macht, sprühen die Funken, ist das Publikum elektrisiert. Die Stadtwerke Dinslaken übrigens auch. Deshalb setzt Spark am Dienstag, 21. Juli, um 20 Uhr in der Jungen „Sommernacht der Klassik“ den Burginnenhof des Rathauses Dinslaken unter Strom.

„On the Dancefloor“ heißt ihr Programm fürs Fantastival. Musik zum Tanzen ist nämlich so vielfältig wie Spark selbst. Darf’s eine Sarabande von Händel mit gemessenen Schritten sein oder modernes Abtanzen im Club? Spark bringen alle die Flötentöne bei. „Wir freuen uns, in diesem Fantastival nicht nur eine einzelne Sparte  - über unser Engagement fürs gesamte Festival hinaus – zu präsentieren, sondern innerhalb des einzelnen Formats die ganze Bandbreite guter, packender Livemusik zu bieten“, so Josef Kremer, Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken, die das Fantastival und darin besonders die Klassik seit der ersten Stunde unterstützen.

Es spielt sich alles auf der Tanzfläche ab: Wolfgang Amadeus Mozart widmet Spark eine komplette Tanzsuite mit Musik aus dem Ballett „Les petits riens“ und der Oper „La finta semplice“ sowie dem beliebten „Don Giovanni“-Menuett. Eine Gigue von Max Reger, ein Rigaudon von Maurice Ravel und eine feurige Tarantella von Gordon Jacob beweisen, dass auch diese Komponisten wussten, wie man das Tanzbein schwingt. Eine Konzertetüde von Nikolai Kapustin sowie die Evergreens „Begin the Beguine“ von Cole Porter und „Tico-Tico no Fubá“ von Zequinha de Abreu sorgen für spannende Jazz-Vibes und lässiges Latin- Feeling, während bei der Spark-Version des ABBA-Hits „Dancing Queen“ echte Discostimmung aufkommt. Und dann  präsentiert Spark noch  moderne Werke, die das Thema Tanz von einer ganz neuen Seite beleuchten. Michael Nyman demonstriert mit „In Re Don Giovanni“, wie nahe Mozart dem Rock 'n' Roll kam, während der deutsche Newcomer Sebastian Bartmann hippe Clubklänge in aufregend neue Klanglandschaften überführt. Oder darf es doch lieber auch die Badinerie von Johann Sebastian Bach oder eine Sarabande von Georg Friedrich Händel sein? Oder wie wäre es einer Bearbeitung von „Les Barricades Mystérieuses“ von Francois Couperin?

Mit rasantem Schwung, atemberaubender Virtuosität und einer einzigartigen Mischung aus Klassik,Minimal Music und Avantgarde wirbeln die Musiker von Spark in diesem Programm über die Tanzfläche. In der Tradition barocker Pasticci holen sie zum 360 Grad-Blick aus und stellen Tanzsätze aus barocken Suiten, klassischen Zyklen und romantischen Werken in wild-verwegenen Sets zusammen, um den Zuhörer schließlich mit aktuellen Klängen mitten ins Hier und Jetzt zu katapultieren. Dabei verweben sie Bekanntes mit Ungehörtem, Altes mit Neuem, Tradition mit Innovation.

Karten gibt es ab sofort für 25 Euro zzgl. etwaiger Vvk-Geb. über www.fantastival .de und an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Foto: Gregor Hohenberg