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JeKiT-Premiere im Tenterhof

Die Burghofbühne Dinslaken lädt wieder Kindergartenkinder ein, Theater zu erleben und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wurden in der vergangenen Spielzeit JeKiT-Vorstellungen durch die Corona-Auflagen verhindert, dürfen nun Gruppen aus Dinslakener Kitas und Kindergärten wieder unter Hygieneauflagen den Tenterhof besuchen. Die ersten Anmeldungen sind bereits bei der Burghofbühne eingegangen. Und deren Kinder- und Jugendtheater-Sparte geht sogar gestärkt in die erste Spielzeit unter Coronaauflagen: Schon zu Jahresbeginn wurde die Vergrößerung des festen Ensembles um eine zweite Position im Kindertheater beschlossen. Dies ermöglichte, selbst Stücke, die bereits als Monologe in den Spielplan aufgenommen waren, nun zu zweit mit echter Interaktion der Schauspieler zu inszenieren. Den Anfang macht das JeKiT-Stück „Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat“ mit Antonia Dreeßen und Tom Gerngroß in einer Inszenierung von Joachim von Burchard.

Die Stadtwerke Dinslaken haben vor 10 Jahren die Aktion Jedem Kind einen Theaterbesuch (JeKiT) gemeinsam mit der Burghofbühne und der Stadt Dinslaken ins Leben gerufen. Seitdem unterstützen sie das Konzept eines kombinierten Theaterbesuchs, theaterpädagogischen Begleitprogramms und der Besichtigung des Tenterhofs mit seiner Schneiderei, dem Kostümfundus und der Kulissenwerkstatt. „Theater ist gesellschaftlich relevant“, so Burghofbühnenintendant Mirko Schombert. JeKit verfolgt einen bildungspolitischen Ansatz. In den von der Burghofbühne ausgewählten, inszenierten und dargebotenen Stücken werden Fragen der kindlichen Lebenswelt nach der eigenen Identität, dem sozialen Miteinander und einem vorurteilsfreien Blick auf die Welt thematisiert. Die Kinder erleben auf anschauliche Weise, dass das Verarbeiten von Erlebtem, Erwünschtem oder auch Befürchteten, so wie sie es selbst im Spiel praktizieren, eine Form der Auseinandersetzung mit relevanten Fragen und eine Art der Kommunikation ist, die dem Menschen zueigen ist. Das Theater pflegt diese Form der Auseinandersetzung in allen Phasen des Lebens.

Für die Stadtwerke Dinslaken hat JeKiT aus diesen Gründen eine besondere Bedeutung. „Das Angebot der Burghofbühne fördert die geistig-seelische und soziale Entwicklung der kommenden Generation in unserer Stadt Dinslaken. Mit der Unterstützung dieses Angebots leisten wir einen aktiven Beitrag für die Entwicklung unserer Kinder und damit für die Daseinsvorsorge jetzt und in den kommenden Jahrzehnten“, so Josef Kremer, Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken anlässlich der Premiere des Stücks für die Spielzeit 2020/2021, die am Donnerstag, 10. September, coronabedingt nicht wie sonst im Beisein einer Kitagruppe im Alten Gaswerk der Stadtwerke Dinslaken, sondern im kleinen Rahmen vor Vertretern der Kooperationspartner und  der Presse im Tenterhof stattfindet.

Die Stadt Dinslaken wendet sich alljährlich mit einer Einladung an die Kitas und Kindergärten, das für sie kostenlose JeKiT-Angebot anzunehmen. „Wir sind glücklich, dass es uns in Dinslaken gelungen ist, ein Angebot für Kinder zu realisieren, dass Leuchtturmcharakter in der Region und darüber hinaus hat. Dafür danke ich der Burghofbühne und den Stadtwerken Dinslaken“, so Dinslakens stellvertretender Bürgermeister Eyüp Yildiz.

Wolfgang Kammann (Stadtwerke Dinslaken), Mirko Schombert, Joachim von Burchard, Tom Gerngroß, Antonia Dreeßen (Burghofbühne Dinslaken) und Dinslakens stellv. Bürgermeister Eyüp Yildiz freuen sich, jedem Dinslakener Kita-Kind einen Theaterbesuch zu ermöglichen.