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Stadtwerke Dinslaken geben neue Gasumlagen weiter

Die deutliche Kürzung der Gaslieferungen durch Russland betrifft auch die Gasversorgungssicherheit im Winter. Um diese zu gewährleisten, hat die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen ergriffen, u.a. die beschleunigte Einspeicherung von Erdgas in die Gasspeicher sowie die Stützung von großen Gasimport-Unternehmen, denen Gaslieferungen aus Russland weggebrochen sind. Sie müssen diese Gasmengen, die einen Teil des Gasbedarfs in Deutschland decken, jetzt in kürzester Zeit zu extrem hohen Preisen nachbeschaffen. Die so entstehende große Finanzlücke können viele Unternehmen nicht dauerhaft selbst ausgleichen. Dies kann wiederum zum Zusammenbruch von Energieunternehmen und infolgedessen der Energieversorgung führen.

Zur Finanzierung dieser Maßnahmen hat die Bundesregierung die Gasbeschaffungsumlage i.H. von 2,419 Cent je kWh netto (2,88 Cent brutto) sowie die Gasspeicherumlage i.H. von 0,059 Cent je kWh netto (0,07 Cent brutto) neu eingeführt. Die Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (THE), legt diese auf die Bilanzkreisverantwortlichen (in der Regel Energieversorger) um. Die Stadtwerke Dinslaken sind verpflichtet, die Umlagen für die von ihnen belieferten Privat- und Gewerbekunden an THE abzuführen. Die hierdurch entstehenden Kosten geben die Stadtwerke an ihre Kund*innen weiter.

Ab 1. Oktober 2022 steigen daher sowohl die Arbeitspreise für die Grundversorgung DINbasis Gas sowie Sonderverträge DINGas+ um jeweils 2,95 Cent pro kWh brutto. Die betroffenen Dinslakener Kund*innen werden individuell angeschrieben und informiert. Im September folgt die Benachrichtigung über die neuen, angepassten Abschlagszahlungen.

Bei einem Musterhaushalt mit 15.000 kWh Gasverbrauch im Jahr erhöhen sich durch die Umlagen die Gaskosten um 442,50 Euro pro Jahr. 

Bei allen genannten Bruttopreisen wurde ein Mehrwertsteuersatz i.H. von 19 Prozent berücksichtigt. Die Bundesregierung plant derzeit, den Mehrwertsteuersatz für Gas auf 7 Prozent zu senken. Als Folge dessen werden die Bruttopreise entsprechend sinken.