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BHKW Hiesfeld: Klimafreundliche Technik auf 55 Quadratmetern

Es nimmt nicht mehr Fläche ein als eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung und das Grundstück, auf dem es steht, ist von einem Sichtschutzzaun aus Holz und Bruchstein und von Sträuchern umgeben

Die Stadtwerke Dinslaken errichten im Dezember ein neues Blockheizkraftwerk auf Erdgasbasis an der Straße Auf dem Loh in Hiesfeld.  Es dient der Erhöhung der Versorgungssicherheit im Fernwärmeteilnetz Hiesfeld. Und es ist ein Baustein der zukünftigen annähernd CO2-neutralen Ausrichtung der Wärmeerzeugung im ganzen Dinslakener Raum.

Die neue Anlage wird auf einem von der Stadt Dinslaken gepachteten Grundstück direkt hinter dem Heizwerkes Hiesfeld der Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH (FN) am Gustav-Heinemann-Gymnasium errichtet. Das BHKW wird in einer 12 Meter langen und vier Meter breiten Beton-Schallhaube untergebracht. Diese ähnelt einer Fertiggarage mit einem angeschlossenen 12,60 Meter hohen Schornstein. Zum Vergleich: Der Schornstein des bestehenden Heizwerks ist 20 Meter hoch.

Das BHKW wird rund 6.000 Betriebsstunden im Jahr in Betrieb sein, um umweltschonend 6.000 MWh Strom und 7.200 MWh Wärme zu erzeugen. Das führt zu einer weiteren Sicherheit im Netz. Das BHKW besteht aus einem Gasmotor mit Generator und Nebenanlagen. Die Betonstation, die es umgibt, ist 16 Zentimeter dick und zusätzlich gedämmt. Damit sollen die Schallimmissionen 35 dB (A) an den Immissionspunkten unterschreiten, eine Lautstärke zwischen einem Flüstern und dem Ticken einer Armbanduhr. Selbstverständlich erfüllt die umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) auch die allerneusten Emissionsanforderungen, insbesondere was die  Stickoxid-Emissionen betrifft. Diese werden gegenüber Bestandsanlagen halbiert.

Die Stadtwerke Dinslaken haben sich das Ziel gesetzt, künftig den gesamten Wärmebedarf durch umweltschonende KWK-Anlagen auf Basis von Biomasse und Erdgas oder über Anlagen zur Nutzung von Industrie-Abwärme zu decken. Der im KWK-Prozess erzeugte Strom soll über das Unternehmen in der Region vermarktet werden, so dass der Strom und die Wärme dort erzeugt werden, wo der Bedarf vorhanden ist. Dies reduziert Verluste in den Netzen und spart damit CO2-Emissionen ein.

Die Genehmigungen für das BHKW liegen vor, die Anlage soll im Frühjahr 2020 in Betrieb genommen werden.