Dinslakens Glockenspiel klingt – auch dank unseres Engagements
Stadtwerke Dinslaken sponserten Glockenspiel
Dinslaken klingt. Am 16. Juli um 16.16 Uhr hörten die Dinslakener die 16 Glocken des Dinslakener Glockenspiels offiziell. Der Stadtmarketing Dinslaken Verein richtete die kleine Feierstunde für die Sponsoren, Förderer, Helfer und Unterstützer aus, die es ermöglicht haben, dass ein verloren geglaubtes Wahrzeichen der Stadt nach originalen Plänen rekonstruiert werden konnte. Doch nicht nur die geladenen Gäste waren da, sondern auch viele Dinslakener Passanten blieben stehen, verfolgten die kleine Feierstunde und lauschten den sechs Jahre lang vermissten Klängen. Die Freude war groß. Und das Glockenspiel kommt nicht nur akustisch, sondern auch optisch unweit seines einstigen Platzes auf der Neustraße an der zur Duisburger Straße hin ausgerichteten Fassade der Stadtbibliothek gut zur Geltung.
Von der Mittagszeit bis zum frühen Abend erklingen künftig wieder Melodien. Die Glocken spielen um 11:55 Uhr, 14:55 Uhr und 17:55 Uhr – also immer bevor die Turmuhr von St. Vincentius die volle Stunde schlägt. Die Liedauswahl des Glockenspiels ist gegenüber früher stark erweitert: Das System verwendet anstatt der alten Spieluhrwalzen MIDI-Files.


Das Glockenspiel ist ein Wahrzeichen der Stadt
Das Dinslakener Glockenspiel ist ein akustisches wie optisches Wahrzeichen der Stadt. Es ist aber auch ein klingendes Beispiel des Engagements der Dinslakener Wirtschaft für die Stadtgesellschaft. Auch die Stadtwerke Dinslaken haben als Sponsoren einen nicht unbedeutenden Anteil daran. Sie beteiligten sich zu gut 25 Prozent an den Kosten.
Die Geschichte des Dinslakener Glockenspiels ist auch eine Geschichte des ehrenamtlichen Engagements der Dinslakener, die sich für das Liebgewonnene in ihrer Heimatstadt einsetzen. Eine Geschichte, die 1959 begann. Uhrmacher Hans Stammen hatte nicht nur sein Geschäft im Haus an der Neustraße, die schmucke Immobilie von 1920 gehörte ihm auch. Und so konnte er die Fassade über seinem Ladenlokal mit einer großen Uhr und einem Glockenspiel schmücken. Dieses entwickelte sich bald vom Aushängeschild des Schmuck- und Uhrengeschäfts zu einem Wahrzeichen der Dinslakener Innenstadt. Die Melodien des Glockenspiels begleiteten viele Dinslakener von Kindheit an, sie gehörten zur Klangkulisse der Stadt. Als Hans Stammen verstarb und sein Stammen-Haus der Lebenshilfe vermachte, war der Erhalt des Glockenspiels sein ausdrücklicher Wunsch. Und als das Haus weiterverkauft wurde und das Glockenspiel gegen den testamentarischen Willen spurlos verschwand, war die Bestürzung in der Bevölkerung groß.
Das Vermächtnis des Uhrmachers
Das Vermächtnis des Uhrmachers sollte für Dinslaken bewahrt werden. Nachdem das Uhrwerk selbst sichergestellt werden konnte, ließ der Stadtmarketingverein Dinslaken mit privaten Spenden und der Unterstützung von Sponsoren wie den Stadtwerken Dinslaken die Glocken nachgießen. Denn auch wenn diese selbst verloren sind, die Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher, die einst in Dinslaken ansässig war, bewahrte noch die Originalpläne der Glocken aus den 1950er Jahren.
Nun wurden das alte Uhrwerk und die neuen Glocken an der Fassade der Stadtbibliothek installiert. Es hängt damit nur wenige Meter vom alten Standort entfernt. Dinslaken hat seinen vertrauten Klang zurück.

