Holz als Energieträger
Feste Biomasse, insbesondere Holz, nimmt unter den erneuerbaren Energiequellen einen wichtigen Platz ein. Speziell für das Gelingen der Wärmewende ist Biomasse von entscheidender Bedeutung. Das haben die Stadtwerke Dinslaken bereits in den 2000er Jahren erkannt. Seitdem ist die Zahl der Erzeugungsanlagen auf Holzbasis kontinuierlich gewachsen.
Biomasse – Frischholz und mehr
Die Inbetriebnahme des DHE wurde 2024 gefeiert. Doch schon seit den 2000er Jahren setzen die Stadtwerke Dinslaken bei der Strom- und Wärmeerzeugung auf Biomasse.
• Seit 2007 werden im Biomasse-Heizkraftwerk an der Gerhard-Malina-Str. Strom und Wärme mit Frischholz erzeugt, wie es beim Baumschnitt bzw. bei der Pflege des Straßenbegrenzungsgrüns anfällt. Wurzelwerk kommt nicht zum Einsatz, denn dies kann nachwachsen und seine Entnahme wäre nicht nachhaltig.
• Neben Holz zählt auch Biomethan per Definition zur Biomasse, da der Begriff die gesamte organische Substanz von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen umfasst. Als Alternative zu fossilem Erdgas betreiben die Stadtwerke Dinslaken bzw. ihre Tochtergesellschaft Fernwärmeversorgung Niederrhein BHKW an mehreren Standorten mit Biomethan.
Sowohl die Biomasse-Heizkraftwerke in Dinslaken und Moers als auch die Biomethan-BHKW in Dortmund-Bodelschwingh und Lohberg sind nach SURE-EU zertifiziert. Das Zertifizierungssystem deckt die gesamte Liefer- und Verarbeitungskette von Biomasse ab und bietet eine objektive Möglichkeit, die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien der aktuellen Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED III) nachzuweisen.
Holz als Baustein einer dekarbonisierten Energieerzeugung
Doch was macht Holz für die moderne, dekarbonisierte Energieerzeugung interessant? Während in Forschung und Energiewirtschaft mit Hochdruck an Lösungen für leistungsstarke Batterien gearbeitet wird, macht es uns die Natur vor, wie Energiespeicher auf biologische Art wachsen und vergehen. Die Menschen können sich dies zunutze machen.
Bäume nehmen zum Wachstum Sonnenenergie und Kohlendioxid (CO2) auf. Überlässt man Holz, dessen weitere Nutzung nicht mehr sinnvoll ist, sich selbst, beginnt ein chemischer Prozess: Das Holz gibt das CO2 frei, das es bei seinem Wachstum aufgenommen hat: Wachstum und Verfall halten sich also die Balance. Man kann diese Hölzer der Kategorie A1 bis A3 allerdings auch thermisch verwerten, um in einer Anlage wie dem DHE Wärme und Strom zu erzeugen. Die CO2-Aufnahme und CO2-Abgabe des Holzes halten sich weiterhin die Waage.



