Stadtwerke Dinslaken nehmen ihren ersten Batteriespeicher in Betrieb
Wirtschaftliche Vorteile
Die Stadtwerke Dinslaken haben ihren ersten Batteriespeicher an der Thyssenstraße in Dinslaken in Betrieb genommen. Die Erzeugung von Erneuerbaren Energien wie Sonnen- und Windstrom ist naturgemäß stark vom Wetter abhängig. Da die Sonne nicht rund um die Uhr scheint und der Wind unregelmäßig weht, schwankt die verfügbare Strommenge kontinuierlich – oft unabhängig davon, wie viel Energie gerade verbraucht wird. Hier spielen Batteriespeicher eine entscheidende Rolle: Sie nehmen überschüssigen Strom in Zeiten hoher Produktion auf und speichern ihn effizient zwischen. Bei Dunkelheit oder Flaute geben sie die Energie wieder ab, gleichen Erzeugungslöcher flexibel aus und sorgen so für ein stabiles, verlässliches Stromnetz.
Batteriespeichern kommt somit auch ein wirtschaftlicher Faktor zu: Sie minimieren Negativpreise in Zeiten des Stromüberangebots. „Wir müssen unsere Stromnetze weiter ausbauen und dafür wirtschaftliche Lösungen schaffen“, so Arno Gedigk, Hauptabteilungsleiter Erzeugungsanlagen bei den Stadtwerken Dinslaken. Batteriespeicher können dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie ermöglichen zusätzliche Einnahmen und unterstützen gleichzeitig die Energiewende. Als kommunales Unternehmen fließen die Erlöse direkt zurück in die Stadt und helfen uns auch bei unseren sozialen Aufgaben“.

Für mehr Sicherheit in der Daseinsvorsorge
Neben den wirtschaftlichen Aspekten zogen die Stadtwerke Dinslaken bei der Entscheidung für den Batteriespeicher noch etwas anderes in Betracht: die autarke Stromversorgung Dinslakens im Schwarzfall. Dank eines ebenfalls neu eingerichteten, digitalen Steuerungssystems könnte die grundlegende Daseinsvorsorge in Dinslaken, zu der die Krankenhäuser wie die Versorgung mit Lebensmitteln gehören, mit der Stromerzeugung im DHE sowie dem Biomasse-Heizkraftwerk an der Gerhard-Malina-Straße und der Zwischenspeicherung im Batteriespeicher einige Tage aufrechterhalten werden.
Der Batteriespeicher hat eine Nennleistung von rd. 7 MW und eine Speicherkapazität von rd. 7,5 MWh. Geplant ist eine spätere Erweiterung auf 11 MW.
