Viertklässler der Dorfschule besichtigen Wasserwerk

Spannende Entdeckungen im Wasserwerk

Könnten die Trinkwasserbrunnen versiegen? Was passiert, wenn ein Stromausfall diejenigen Pumpen betrifft, die das Trinkwasser nach Dinslaken transportieren? Es waren auch solche interessierten Fragen, die Kinder der Dorfschule Hiesfeld bei ihrer Besichtigung des Wasserwerks Dinslaken stellten. Doch Wasserwerksleiter Marco Binder gab Entwarnung. Der Grundwasserkörper unter dem Wasserschutzgebiet in Voerde-Löhnen ist mächtig und die Vorkehrungen der Stadtwerke Dinslaken für die Versorgungssicherheit sind hoch. Aber es bedarf viel Technik, um die Menschen in Dinslaken rund um die Uhr mit einwandfreiem Trinkwasser zu beliefern. Wie das Wasser aus den neun Brunnen im Wasserschutzgebiet rund ums Wasserwerk ins Leitungsnetz der Stadtwerke Dinslaken bzw. zur Zwischenspeicherung in die Zwillingserdhochbehälter nach Oberlohberg kommt, erfuhren über 70 Viertklässler im Rahmen der Projektwoche der Dorfschule zum Thema „Rotbachtal: Wasser trifft Wald“.

Gruppenfoto der 4. Klassen der Dorfschule mit Lehrerinnen und Wasserwerksmitarbeitern
Grundschulkinder an einem Brunnen im Wassersachutzgebiet

Exkursion zu den Brunnen

150.000 Liter Rohwasser werden pro Stunde von den Brunnen ins Wasserwerk gefördert. Zum Zeitpunkt der Besichtigung wurden 560 Kubikmeter Trinkwasser ins Versorgungsnetz eingespeist. In kleinere Gruppen aufgeteilt, wanderten die Kinder zu einem der Brunnen der Wasserwerke Dinslaken. Sie warfen einen Blick in den Rohwasserbehälter im Wasserwerk und lernten, wie durch Vorfilterung, Nanofiltration, Vermischung des entmineralisierten Permeats mit kalzium- und magnesiumhaltigem Rohwasser und Entsäuerung aus Grundwasser Trinkwasser gewonnen wird. Es war die technischste Exkursion im Rahmen der Projektwoche, in der die gesamte Schule den Wasserkreislauf erkundete. Die Erstklässler erhielten Besuch der rollenden Waldschule, die Zweitklässler entnahmen dem Rotbach Wasserproben und die dritten Klassen besuchten ein Klärwerk, erklärte Schulleiter Patrick Peuker.

Natur und Technik

Doch blieb es bei der Besichtigung des Wasserwerks Löhnen nicht bei der Erforschung der Trinkwasseraufbereitung: Beim Picknick auf der Wiese entdeckten die Kinder nicht nur Schafe, sondern auch kleine Frösche am Biotop neben der Streuobstwiese der Wasserwerke Dinslaken. Im Wasserschutzgebiet rund um die Anlage existieren Technik und Natur im Einklang miteinander, um die Menschen in Dinslaken verlässlich mit dem Lebensmittel Nr. 1 zu versorgen.

Zum Schluss der Exkursion nahmen die Kinder viele neue Eindrücke und Erfahrungen mit – und die prall gefüllten Energy-Tüten der Stadtwerke Dinslaken voller Infos, Süßigkeiten und Spielzeug rund ums Thema Wasser.

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