Stadtwerke Dinslaken vermitteln Schülern des Berufskollegs Dinslaken IT-Kenntnisse

Projekt „Coding4u“

Die Digitalisierung erleichtert viele Prozesse im Arbeitsalltag. Und die Lösungen sind im besten Fall für das Unternehmen maßgeschneidert. Dass sich solche Anwendungen mit etwas Know-how in den IT-Abteilungen selbst entwickeln lassen können, das erkundeten 33 Schüler – und eine Schülerin – des Berufskollegs Dinslaken. die Berufskollegschüler nahmen an zwei mehrtägigen Workshops bei den Stadtwerken Dinslaken teil. Im letzten Jahr führte die IT-Abteilung einen vergleichbaren Lehrgang für Studentinnen und Studenten der Hochschule Ruhr West durch. Nun wurde das Hochschulangebot „coding4u“ in diesem Jahr auf Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II ausgeweitet.

Und so erhielt der Fach-Abiturjahrgang 2026 des Berufskollegs Dinslaken im Bildungsgang Informations- und Kommunikationstechnik die Möglichkeit für einen Besuch der Stadtwerke Dinslaken. Im Workshop dort sammelten sie erste Erfahrungen im Programmieren mit Microsoft PowerApps. Dabei erhielten sie auch Einblicke in die Stadtwerke Dinslaken als Ausbildungsbetrieb in der Region.

Schüler am Laptop erhalten Tipps vom IT-Profi

Berufskollegschüler programmieren selbst

Digitalisierung am Arbeitsplatz. Oft sind es die kleinen Dinge, die durch eine entsprechende App nutzerfreundlich vereinfacht werden können. Das spart viel Arbeitsaufwand und Papierkram. Lena Schaare aus der IT der Stadtwerke Dinslaken stellt den Schülern eine solche im Unternehmen codierte App vor. Es ist die PowerApp zum Bestellen des Kantinenessens. Waren Anmeldung und Abrechnung der Essen früher mit personellem Aufwand verbunden, suchen sich die Mitarbeitenden des kommunalen Energieversorgers nun per Mausklick das Essen zum gewünschten Tag aus. Dann läuft alles automatisch: Die Kantine erfährt, für wie viele Besucher Lebensmittel bestellt und gekocht werden muss, die Kosten pro Mahlzeit fließen in die nächste Gehaltsabrechnung ein.

Wenn man kurzfristig verhindert sein sollte, gibt es die Möglichkeit, über die App die Portion jemand anderem zu überlassen. Und wieder geht die Abrechnung ihren digitalen Weg. Die Schüler verfolgen die Erklärung der App interessiert. Und dann dürfen sie selbst an die von der Hochschule Ruhr West für den Workshop zur Verfügung gestellten Laptops. Sie lernen, selbst eine einfache Anwendung mit PowerApps zu schreiben: das Erfassen und Speichern von Anmeldungen für eine Feier.

Reflektierter Umgang mit KI

Ein Fehler im Code? Das bereitet heute nicht mehr so viele Kopfschmerzen wie noch vor ein paar Jahren: Wofür gibt es die KI? Tatsächlich sind KI-Assistenten gerade im Bezug auf Lösungsansätze für Programmierungen sehr kompetent. Aber auch hier gilt es: Erst nachdenken, dann nutzen. Kann die KI durch den Prompt persönliche oder geschützte Daten abgreifen? Oder hat sie vielleicht selbst einen Fehler gemacht? Der reflektierte Umgang mit KI ist in Unternehmen – wie auch privat – eine unerlässliche Kernkompetenz, wenn man sich in der digitalen Welt bewegt.

Abteilungsleiter Benjamin Wiehn und IT-Mitarbeiter Sebastian Mertes gehen von Tisch zu Tisch, geben Tipps, helfen. Dann steht die Anmeldung zum Fest: In einem Sharepoint werden die eingegangenen Dateien gesammelt, die Nutzer melden sich über ein Kontaktformular an, in dem sie angeben können, ob sie mit Partner kommen oder vielleicht veganes oder glutenfreies Essen bevorzugen. Und die Nachwuchsprogrammierer können zwischen der Anmeldung und der Liste aller Teilnehmenden hin und her navigieren – auch diese Interaktion ist per Klick auf den entsprechenden Button kein Problem. Inspirierend praktisch, oder nicht?

Eine Gruppe von Schülern vor den Holzhackschnitzeln des Biomasseheizkraftwerks

Berufskollegschüler besichtigten Biomasseheizkraftwerk

Kerstin Xhebexhia ist die Lehrerin am Berufskolleg, die die Workshops begleitet. Sie erhofft sich nicht nur das Erlernen von neuen Kompetenzen für die Schüler: „Es gibt bestimmt auch Ideen für unseren Schulalltag“. Und die gibt es tatsächlich. In den nächsten Workshop-Stunden entsteht eine App, in der Räume und Geräte des Berufskollegs erfasst werden und man diese online buchen kann. So praktisch kann Lernen sein.

Und damit die Schüler in den insgesamt zweieinhalb Tagen Workshopdauer nicht nur auf Bildschirme schauten, stand am zweiten Tag auch eine Besichtigung des Biomasse-Heizkraftwerks der Stadtwerke Dinslaken auf dem Programm.

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