Spendenaktion ermöglicht Tovertafel im KoKoBe-Café der Lebenshilfe Dinslaken

Projektionen werden mit den Händen bewegt

Der Ball rollt übers Grün ins Tor, in der Gruppe wird gejubelt. Im KoKoBe-Café an der Willy-Brandt-Straße ist das Fußballfieber ausgebrochen. Wenigstens in diesem Moment. Denn das Spiel, das gerade am großen runden Tisch im Treffpunkt der Lebenshilfe Dinslaken e. V. für Stimmung sorgt, ist nur eines von vielen, die auch dank der Jahresspendenaktion der Stadtwerke Dinslaken nun im Café zur Verfügung stehen. Ball, Tore und Rasenfläche sind nur Projektionen, sie werden mit einer Art Beamer auf die Tischoberfläche geworfen. Aber es gibt eine geradezu magische Besonderheit: Jeder, der am Tisch Platz nimmt, kann die Projektionen mit seinen Handbewegungen beeinflussen. Ganz leicht und einfach zu verstehen, aber mit einem riesigen Spaßfaktor. Tovertafel nennt sich diese mit rd. 9.000 Euro nicht ganz billige Variante einer Spielekonsole. Aber ihr Wert ist unschätzbar.

Menschen spielen an einem Tisch mit projizierter Spielfläche
Eine Hand bewegt die bewegten Bilder einer Tovertafel

Die Tovertafel bringt Menschen zusammen

Die Tovertafel gibt Menschen die Gelegenheit, sich an einem großen Tisch zu versammeln und in Interaktion zu treten. Zum anderen stehen Spiele in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung, denen allen der Reiz der bunten, tanzenden Farben und das leichte Eingreifen durch einfache Handbewegungen gemein ist. Dies macht die Tovertafel insbesondere für Menschen mit Demenz oder mit Behinderungen attraktiv.

Erkennen und Zuordnen, Motorik und Reaktion, Interaktion und das gemeinsame Agieren mit anderen werden mit der Tovertafel tatsächlich spielend gefördert. Davon überzeugte sich nun Britta Bethe, Abteilungsleiterin Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Vertriebssteuerung bei den Stadtwerken Dinslaken mit der Vorstandsvorsitzenden der Lebenshilfe Dinslaken Margot Stieler ein Jahr, nachdem sie dieser am gleichen Ort den Spendenscheck für die Jahresaktion 2024 überreicht hat.

Über 2.000 Euro Spendenanteil an Tovertafel

Denn ein Jahr lang boten die Stadtwerke Dinslaken für ihre Kundinnen und Kunden sowie für Kinder bei den Jugend-DIN-Tagen Produkte und Aktionen an, um den Reinerlös im Rahmen ihrer Jahresspendenaktionen der Lebenshilfe zukommen zu lassen. Über 2.000 Euro kamen so zusammen. Wofür das Geld verwendet werden soll, verkündete Margot Stieler schon Anfang 2025 bei der Spendenübergabe. Nachdem in der Wohnstätte Claushof beste Erfahrungen mit Tovertafel gemacht wurden, sollte ein solches Angebot auch im KoKoBe-Café für alle zur Verfügung stehen.

Gespielt wird derzeit zu festen Zeiten mit Begleitung oder nach Absprache. Ob Mitarbeitende aus den Albert-Schweitzer-Werkstätten oder Café-Besucher, die Nutzung steht allen im aktuell vorgegeben Rahmen offen. Und irgendwann, wenn alle mit der Tovertafel vertraut sind, soll auch das Spielen ohne Begleitung durch das Fachpersonal möglich sein.

Hände agieren auf der Spielfläche einer Tovertafel

Die neuen Ziele sind gesteckt

Bunte Farbkugeln platzen, wenn man sie mit der Hand „zerschlägt“, ein vorwitziger Maulwurf taucht aus unterschiedlichen Erdlöchern auf und muss reaktionsschnell zurück unter die Grasnarbe gestupft werden. Gegenstände werden von Sand freigewischt und der passenden Silhouette zugeordnet. Und Bälle fliegen in verschiedenen Sportspielen immer schneller ins gegnerische Feld. Es gibt einige Spiele, die auf Wettbewerb angelegt sind. Aber die meisten fördern gemeinsames Handeln, um ein Ziel zu erreichen.

Stichwort Ziele. Im Plus-Abo der Tovertafel sind regelmäßige Updates und damit das Herunterladen neuer Spiele inbegriffen – das Angebot im KoKoBe-Café wird sich also stetig weiterentwickeln. Derweil plant man bei der Lebenshilfe Dinslaken schon weiter. Ziel ist es, Tovertafeln künftig auch in allen Wohnstätten des Vereins anzubieten.

Und die Jahresspendenaktion der Stadtwerke Dinslaken? Sie kommt 2026 dem Frauenhaus Dinslaken zugute.

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