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Gasgeben im Alten Gaswerk

Erdiger Blues, virtuoses Gitarren und Mundharmonika-Spiel und dazu die verblüffenden Drums & Percussion-Sounds des zweifachen deutschen Beatbox-Meisters. Chris Kramer & Beatbox 'n' Blues boten am Samstag, 27. April im Alten Gaswerk eine mitreißende, weit über zweistündige Bühnenshow. Unsere  Strom-, Gas- und Fernwärmekunden, die die wie immer kostenlosen Tickets für unser diesmalige "Kult im Gas(t)werk"-Ausgabe gewonnen haben, erlebten, wie das Trio aus dem Ruhrgebiet das Alte Gaswerk in einen Blueskeller verwandelten.

Das Konzept von Chris Kramer & Beatbox 'n' Blues ist so musikalisch wie innovativ: Das Publikum hört den "klassischen" Bluessound mit Kramers bärenstarker Stimme und seinem Mundharmonikaspiel voller Feeling, Sean Athens mal groovendes, mal rasantes Gitarrenspiel und ein treibendes Schlagzeug. Nur das letzteres nicht zu sehen ist: Kevin O'Neal erzeugt die typischen Geräusche allein mit dem Mund. Und dass er noch weit mehr drauf hat, demonstrierte er in seiner Soloeinlage vor der Pause: Selbst eigentlich rein digital erzeugte Technobeats und die Veränderung von Klängen durch Raumakustik oder sich öffnende und schließende Türen kann er meisterhaft und täuschend echt imitieren.

Der Blues von Chris Kramer & Beatbox 'n' Blues geht unter die Haut. Egal, ob er eine Ballade dem unbekannt bleibenden Musiker aus Leidenschaft widmet und sein eigens dafür angefertigtes Instrument dabei in Tiefen vordringt, in die keine normale Chromonika,  - geschweige die kleinere Bluesharp -, vordringen kann. Oder ob er in "Der Wolkenmacher" für seinen verstorbenen Vater, der Bergmann war, das Steigerlied anstimmt.

Doch bevor das Bluesfeeling in Melancholie umschlagen kann, dreht das Trio wieder mit aller Energie und Spielfreude auf. Gasgeben im Alten Gaswerk: Das Konzert von Chris Kramer & Beatbox 'n' Blues  war "Kult" vom Feinsten.