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Das Dinslakener Holz-Energiezentrum

Der Kohleausstieg ist beschlossene Sache, es ist nur noch eine Frage der Terminierung, wann in Deutschland keine Energie mehr aus Kohle erzeugt wird. Die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH (FN) bezieht derzeit noch neben Wärme aus industrieller Abwärme und Biomasse Wärme aus dem Steinkohleheizkraftwerk in Duisburg-Walsum, wozu mittelfristig eine Alternative gefunden werden muss, um die künftige Versorgung sicher zu stellen. Die Stadtwerke Dinslaken Unternehmensgruppe gehört seit Gründung ihrer Tochtergesellschaft FN zu den Vorreitern einer klimaschonenden Energieversorgung. Mit dem geplanten  Dinslakener Holz-Energiezentrum (DHE) wird die Versorgung der Stadt mit Strom und Wärme annähernd CO2-neutral sichergestellt.

Für das DHE sprechen gute Gründe: Umweltverträglichkeit und eine günstige Lage auf einer brachliegenden Industriefläche. In der Anlage werden Materialien als Brennstoff verwendet, die im täglichen Gebrauch in der Region anfallen. Zum Einsatz kommt Holz der Kategorien A I bis A III, das sind unbehandelte und behandelte Hölzer aus Holzverpackungen, Paletten und Möbel. Dieses Holz wird von spezialisierten Unternehmen für die Verwendung im DHE aufbereitet.  Stark belastete Hölzer wie Bahnschwellen fallen in die Kategorie IV: diese werden im DHE nicht verwertet. Die Materialien, die im DHE zum Einsatz kommen, stellen für die mehrstufige Rauchgasreinigung des DHE, die nach dem neusten Stand der Technik ausgeführt wird, kein Problem dar. Damit werden auch die strikten Anforderungen aus dem Dinslakener Luftreinhalteplan zur Reduzierung von Stickoxiden und Feinstaub mehr als erfüllt.

Neben der Sicherstellung der Wärme- und Stromversorgung ist es ein erklärtes Ziel der Stadtwerke Dinslaken, einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Natürlich muss man in Hinblick auf den Luftreinhalteplan auch  die Belastungen durch die Betriebsmittelanlieferung und -entsorgung berücksichtigen. Diese sind auf Dinslakener Stadtgebiet durch die günstige Wahl des DHE-Standorts so gering wie möglich gehalten. Die Anfahrt erfolgt in der Regel über die A59, die Mehrbelastung beträgt werktäglich für  Anlieferung und Entsorgung 39 LKW.  Doch ist zu beachten, dass eine andere Nutzung des Standorts, der eine wertvolle Industriebrache ist, z.B. als Fläche für ein Logistikunternehmen, ein Möbelhaus oder andere Gewerbeunternehmen zu wesentlich mehr LKW-Verkehr führen könnte. Egal welcher Gewerbebetrieb dort angesiedelt wird, mit einem mehr an Verkehrsaufkommen muss gerechnet werden.

Energie ohne klimaschädliche fossile Brennstoffe, bestmögliche Rauchgasreinigung und Versorgungssicherheit durch Energieträger aus der Region: Das DHE entspricht den hohen Anforderungen der Stadtwerke Dinslaken für eine klimaschonende, zukunftsfähige und sichere Energieversorgung der Stadt. Ziel der heutigen Informationsveranstaltung im Ledigenheim Lohberg ist es, den Dinslakener Bürgerinnen und Bürgern die technischen Hintergründe und die Bewertung des Projektes aus umweltfachlicher Sicht transparent und verständlich zu vermitteln.

Ausführliche Informationen zum DHE finden Sie hier.