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Eissporthalle wird zukunftsfähig gemacht

Die Eissporthalle Dinslaken wird umfassend saniert und zu einer Mehrzweckhalle ausgebaut. Diese Aufgabe wird eine noch zu gründende Tochtergesellschaft der Stadtwerke Dinslaken übernehmen. Der Betrieb der Halle erfolgt unter Einbeziehung der Eissporthalle Dinslaken gGmbH. „ Die Ehrenamtlichen haben hervorragende Arbeit geleistet und werden dies weiterhin tun“, so Josef Kremer, Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken. Was eine gemeinnützige Gesellschaft aber kaum alleine stemmen könnte ist das finanzielle Volumen, das für die Sanierung der in die Jahre gekommenen Halle erforderlich ist. „Es geht darum, den Fortbestand der Eissporthalle und damit auch den mit der Halle verknüpften Vereinssport, den Breitensport und die herausragenden Veranstaltungen, seien es die Spiele der Kobras oder das vorweihnachtliche Eismärchen für die nächsten 30 Jahre zu sichern“, so Bürgermeister Dr. Michael Heidinger.

Geplante Investition von 12,5 Mio. Euro.


Es sind Aufgaben, für die eine beträchtliche Summe in die Hand genommen werden muss. Die Investitionssumme beläuft sich auf circa 12,5 Millionen Euro. Sie beinhaltet die Sanierung der kompletten Gebäudehülle vom Dach an, eine komplett neue Elektrotechnik, eine neue Lüftung und eine neue Eistechnik. Geradezu gering ist angesichts dieser notwendigen Sanierung die Voraussetzung zur Nutzung als Mehrzweckhalle zu schaffen: Eine Eisfeldabdeckung soll künftig Events wie Konzerte, Tanzturniere, Hallensportwettbewerbe oder auch Ausstellungen ermöglichen.

Zu den Modernisierungen zählt auch das geplante Energiekonzept. Die Eissporthalle erhält ein neues Blockheizkraftwerk, mit dem Wärme und Strom erzeugt wird. Die Machbarkeit der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wird derzeit noch statisch geprüft.

Eissporthallentechnik wird auch längeren Schwimmspaß im DINamare bieten

Eine Eissporthalle funktioniert nach dem Kühlschrank-Prinzip, ihre Kälte produziert Wärme. Diese wurde früher schon genutzt, um im Winter den Frost vom benachbarten Außenbecken am ehemaligen Volksparkbad fernzuhalten. Inzwischen ist die Technik weiter. Ein Pufferspeicher soll künftig so viel Wärme auskoppeln, dass das geplante neue Außenbecken des benachbarten DINamare nicht nur im Winter frostfrei bleibt, sondern bis zu neun Monate im Jahr zum Schwimmen genutzt werden kann.

Für die Dinslakener Bäder GmbH wird die neue Eigentümergesellschaft der Eissporthalle somit zu einem weiteren Wärmelieferanten. Einen Namen hat sie noch nicht, allerdings steht das Konstrukt. Geschäftsführer der 100-prozentigen Stadtwerketochter werden je ein Vertreter der Stadtwerke und der gemeinnützigen GmbH, die in den Betrieb der Halle einbezogen wird.

Fortbestand über 30 Jahre gesichert

Die Kosten für die Sanierung der Eissporthalle werden mit circa 12,5 Millionen Euro veranschlagt, ein vergleichbarer Neubau würde - inklusive des Rückbaus der bestehenden Halle - knapp die doppelte Summe erfordern. Die Investitionen sollen über 30 Jahre abgeschrieben werden, der Verlust kann zudem durch den steuerlichen Querverbund mit den Stadtwerken Dinslaken gemindert werden.

Die Stadtwerke sehen mit dieser Lösung die Zukunft Dinslakens als Eissportstandort langfristig gesichert und freuen sich in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Eissporthallen GmbH, dass der Standort mit den geplanten Modernisierungen und erweiterten Möglichkeiten zudem an Attraktivität gewinnt.

Zum Angebot der Eissporthalle gehört auch das alljährliche Eismärchen. Foto: Anja's Kids on Ice