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Energiewende in Dinslaken voll im Plan

Der Bundesrechnungshof sieht die Bundesregierung bei der Energiewende nicht auf Kurs – der Ausbau gehe zu langsam voran, berichtete die Tagesschau in ihrer Onlineausgabe. Doch wie sieht es in Dinslaken aus? Hier kann Josef Kremer, Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken, anderes vorweisen. Die Energie- und Wärmewende in Dinslaken liegt voll im Plan. Der Grund: Bei den Stadtwerken Dinslaken hat man bereits die Initiative zugunsten des Klimaschutzes ergriffen und vorausschauend entsprechend den neuen gesetzlichen Vorgaben geplant.

Erforderliche Investitionen

Nach Planung der Stadtwerke Dinslaken werden vom kommunalen Energieversorger und seinen Tochtergesellschaften in den nächsten Jahren rd. 346 Mio. Euro in die Energiewende investiert. Die Investition ist nötig und die veranschlagte Summe validiert.

Den erforderlichen Investitionen in das Stromnetz liegt u.a. eine Untersuchung der Bergischen Universität Wuppertal zu Grunde, die den Bedarf an Netzverstärkungsmaßnahmen aufzeigt.

Für den Ausbau der Fernwärme erfolgt eine Ermittlung des Investitionsbedarfs über den mit Bundesmitteln geförderten und unabhängig erstellten Transformationsplan nach dem BEW (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze), den Wärmeversorger analog zur kommunalen Wärmeplanung zu erstellen haben.

Die Zeit bereits genutzt

Die Zeit drängt. Aber bei den Stadtwerken Dinslaken hat man diese Zeit bereits genutzt. So haben die Stadtwerke Dinslaken allein für die Stabilisierung der Stromversorgung in Dinslaken bereits Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 25 Mio. Euro umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht. Diese umfassen den Bau der neuen Schalthäuser „Hiesfeld“ und „Krengelstraße“, die Errichtung eines Batteriespeichers und Maßnahmen zur Verstärkung des Stromnetzes. Darüber hinaus besteht für geplante Projekte, angesichts der zu erwartenden höheren Belastung durch die Digitalisierung, Elektromobilität und Wärmepumpen, bis einschließlich 2027 ein weiterer Investitionsbedarf in das Stromnetz von rd. 25 Mio. Euro.

Der größere Anteil des gesamten Investitionsvolumens ist allerdings für die Wärmewende vorgesehen und verteilt sich im Wesentlichen auf die Tochtergesellschaften Fernwärmeversorgung Niederrhein (FN), Fernwärme Duisburg (FD), FN Netz, den Fernwärmeverbund Niederrhein (FVN) und die Biowärme Dinslaken.

Ausbau bei den Tochtergesellschaften

Allein für den Ausbau bei der FN Netz, der FD und bei FVN sind in diesem und im nächsten Jahr auf den Stadtwerke Dinslaken-Konzern entfallende Investitionen von zusammen fast 100 Mio. Euro geplant.

Für die Errichtung von neuen Erzeugungsanlagen und Wärmespeichern zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes sind weitere Projekte mit einem Investitionsvolumen von rd. 70 Mio. Euro in der Umsetzung.

Zusammengefasst werden bis 2025 ca. 220 Mio. Euro in die Energiewende investiert. In den Folgejahren kommen noch einmal rd. 126 Mio. Euro hinzu.

Auf soliden Füßen

Ein solches, in der Geschichte der Stadtwerke Dinslaken in dieser Größenordnung bislang noch nicht gesehenes Investitionsprogramm muss selbstverständlich auf soliden Füßen stehen.

Aus regulatorischen und aufgrund finanztechnischer Vorgaben müssen derartige Investitionen mit 30 bis 40 Prozent Eigenkapital unterlegt sein. Damit sind die per Ratsbeschluss den Stadtwerken Dinslaken zu diesem Zweck überlassenen Erlöse aus dem Steag-Verkauf maßgeblich zur Umsetzung der erforderlichen Ziele notwendig und dokumentieren die nachhaltige und vorausschauende Entscheidung der Dinslakener Politik.

Nach aktuellem Stand wird von einem Mittelzufluss aus dem Steag-Verkauf von rd. 90 Mio. Euro ausgegangen. Nach Abzug von Anschaffungskosten, Darlehensrückführungen und Steuern wird ein Nettozufluss von 56 bis 60 Mio. Euro verbleiben. Ein Betrag, der als Grundstock nur für das Gelingen der Energiewende in Dinslaken erforderlich ist. Er sichert die Versorgung der Dinslakener Bürger*innen nachhaltig und langfristig. Außerdem kommt dieser Betrag auch der Stadt Dinslaken zugute, die sich auch künftig auf ein erfolgreiches Wirtschaften und steigende Ergebnisse der Stadtwerke Dinslaken verlassen kann.