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Privatkunden

Der Strompreis

Wie setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen?

Strom ist heute kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken. Fällt der Strom einmal aus, bemerken wir erst, wie abhängig wir sind: Kein PC, kein Fernseher, kein Warmwasser, kein Herd und keine Heizung laufen heute mehr ohne Strom. Eine Rundum-Versorgung halten wir für selbstverständlich, doch dafür muss eine entsprechende Infrastruktur bereitgestellt werden.

Spätestens bei einer Preisanpassung fragen sich viele, was man über den Strompreis denn nun alles bezahlt und wie die Strompreiszusammensetzung aussieht. Schnell wird mit dem Finger auf den angeblich gewinnmaximierenden Versorger gezeigt, doch dieser kann den Preis meist nur geringfügig beeinflussen und muss Erhöhungen schlichtweg an den Verbraucher weitergeben.

Ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitspreises sind Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte, die nicht vom Versorger verändert werden können. Doch welche Faktoren sind das und wer bekommt das Geld?

Für unseren aktuellen Arbeitspreis des Basistarif (Stand 07/2022) bedeutet dies: Der Bruttopreis beträgt 41,84 Cent/kWh. Hierauf entfallen 6,68 Cent Mehrwertsteuer. Vom verbleibenden Nettowert gehen weitere 2,05 Cent Stromsteuer an den Staat.
Die EEG-Umlage zum Ausbau Erneuerbarer Energien ist zum 01.07.2022 entfallen, somit hat sich der Strompreis um 3,723 Cent/kWh netto verringert. Betreiber von Erneuerbare Energien-Anlagen, die Strom in das Netz der öffentlichen Versorgung einspeisen, erhalten dafür eine festgelegte Vergütung, die mit der Umlage von allem Verbrauchern gezahlt werden. Ein weiterer großer Kostenblock ist das Netzentgelt, welches mit 3,52 Cent zu Buche schlägt. Die Netznutzungsentgelte fallen für die Instandhaltung, den Betrieb sowie den Ausbau des Stromnetzes an, damit der Strom auch zu den Kunden gelangt. Je nach Investitionsbedarf variieren die Netznutzungsentgelte sehr stark von Region zu Region. Die Netzentgelte sind staatlich reguliert und werden jedes Jahr neu festgesetzt. Des Weiteren gibt es eine Konzessionsabgabe in Höhe von 1,590 Cent, welches an die Stadt bzw. Kommune für die Nutzung der Wege und Straßen für den Leitungsbetrieb gezahlt wird. Mit der Offshore-Netzumlage (0,419 Cent) werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert. Stromintensive Unternehmen können teilweise oder vollständig von den Netzentgelten befreit werden. Diese entstandenen Belastungen aus der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) werden mit der Umlage auf alle Stromabnehmer in Deutschland verteilt (0,437 Cent). Mit der KWK-Umlage (0,378 Cent) werden Anlagen gefördert, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen (Kraft-Wärme-Kopplung), um CO2-Emissionen zu mindern. Aus Gründen der Versorgungssicherheit, können große Stromabnehmer verpflichtet werden, zeitweise vom Stromnetz genommen zu werden. Diese erhalten für das Vorhalten der abschaltbaren Lasten ein Entgelt, dieses wird auf alle Kunden bundesweit umgelegt (0,003 Cent). Wer jetzt fleißig mitgerechnet hat, kommt auf 11,07 Cent. Hiervon muss der Versorger den Strom beschaffen sowie seine weiteren Kosten (Personalkosten etc.) decken.
 
Energiemarkt im Wandel

Aktuell durchlebt der Energiemarkt einen großen Wandel. Verschiedene politisch vorgegebene Entwicklungen wie der Atomausstieg, der Kohleausstieg und der Ausbau der Erneuerbaren Energien, haben in den letzten Monaten zu einem deutlichen Anstieg der Strompreise an den Energiebörsen geführt. Dank frühzeitiger strategischer Beschaffung der Energiemengen für die Bestandskunden konnte der Preisanstieg begrenzt werden. Darüber hinaus garantieren die Stadtwerke Dinslaken Versorgungssicherheit der Bürger*innen und Unternehmen Dinslakens und der Region. Im Jahr 2020 wurden 250,9 Mio. kWh Strom von den Stadtwerken bereitgestellt. (Um die Relationen zu verstehen: Eine Waschmaschine verbraucht im Jahr ca. 200 kWh.) Bürger und Unternehmen brauchen nicht nur hinsichtlich der Versorgung Sicherheit, sondern auch bezüglich der Kosten. Unser Bestreben sind stabile, günstige Energiepreise, deshalb kaufen wir den Strom frühzeitig als Jahresmenge an der Börse ein. So wird der Endverbraucherpreis kalkulierbar und transparent.

Was gerne vergessen wird: Wenn wir wie Bankmanager an der Börse „zocken“, erzielen wir nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste. Höhere Strompreise müssten dann an den Verbraucher weitergegeben werden. Im Endeffekt würde das bedeuten, dass wir stark schwankende Arbeitspreise hätten, wenig transparent und auch wenig kalkulierbar für Bürger und Unternehmen wären. Ist das wirklich erstrebenswert?
 
Gewinne bleiben in der Region

Als 100%ige Tochter der Stadt Dinslaken fließen etwaige Gewinne in den Haushalt der Stadt. So kann die Infrastruktur für einen lebenswerten Ort aufrechterhalten (z.B. Schwimmbad oder Eishalle), das Vereins- und Kulturleben gesichert sowie kommunalen Steuern niedrig gehalten werden.

Alle Informationen finden Sie auch noch mal zusammengefasst in diesem Video