Ihr Versorger am Niederrhein.
Privatkunden

Der Strompreis

Wie setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen?

Strom ist heute kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken. Fällt der Strom einmal aus, bemerken wir erst, wie abhängig wir sind: Kein PC, kein Fernseher, kein Warmwasser, kein Herd und keine Heizung laufen heute mehr ohne Strom. Eine Rundum-Versorgung halten wir für selbstverständlich, doch dafür muss eine entsprechende Infrastruktur bereitgestellt werden.

Spätestens bei einer Preisanpassung fragen sich viele, was man über den Strompreis denn nun alles bezahlt und wie die Strompreiszusammensetzung aussieht. Schnell wird mit dem Finger auf den angeblich gewinnmaximierenden Versorger gezeigt, doch dieser kann den Preis meist nur geringfügig beeinflussen und muss Erhöhungen schlichtweg an den Verbraucher weitergeben.

Mehr als 50% des Arbeitspreises sind Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte

Dies gilt für den Netto-Arbeitspreis, hinzukommen noch 19% Mehrwertsteuer, womit wir bei mehr als 70% Preisanteil sind, die nicht vom Versorger verändert werden können. Doch welche Faktoren sind das und wer bekommt das Geld?
Für unseren aktuellen Arbeitspreis des Basistarif (Stand 12/2020) bedeutet dies: Der Bruttopreis beträgt 26,70 Cent/kWh. Hierauf entfallen 4,26 Cent Mehrwertsteuer. Vom verbleibenden Nettowert gehen weitere 2,05 Cent Stromsteuer an den Staat.
Die EEG-Umlage zum Ausbau Erneuerbarer Energien umfasst 6,50 Cent. Betreiber von Erneuerbare Energien-Anlagen, die Strom in das Netz der öffentlichen Versorgung einspeisen, erhalten dafür eine festgelegte Vergütung, die mit der Umlage von allem Verbrauchern gezahlt werden. Ein weiterer großer Kostenblock ist das Netzentgelt, welches mit 3,08 Cent zu Buche schlägt. Die Netznutzungsentgelte fallen für die Instandhaltung, den Betrieb sowie den Ausbau des Stromnetzes an, damit der Strom auch zu den Kunden gelangt. Je nach Investitionsbedarf variieren die Netznutzungsentgelte sehr stark von Region zu Region. Die Netzentgelte sind staatlich reguliert und werden jedes Jahr neu festgesetzt. Des Weiteren gibt es eine Konzessionsabgabe in Höhe von 1,590 Cent, welches an die Stadt bzw. Kommune für die Nutzung der Wege und Straßen für den Leitungsbetrieb gezahlt wird. Mit der Offshore-Haftungsumlage (0,395 Cent) werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert. Stromintensive Unternehmen können teilweise oder vollständig von den Netzentgelten befreit werden. Diese entstandenen Belastungen aus der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) werden mit der Umlage auf alle Stromabnehmer in Deutschland verteilt (0,432 Cent). Mit der KWK-Umlage (0,254 Cent) werden Anlagen gefördert, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen (Kraft-Wärme-Kopplung), umCO2-Emissionen zu mindern. Aus Gründen der Versorgungssicherheit, können große Stromabnehmer verpflichtet werden, zeitweise vom Stromnetz genommen zu werden. Diese erhalten für das Vorhalten der abschaltbaren Lasten ein Entgelt, dieses wird auf alle Kunden bundesweit umgelegt (0,009 Cent). Wer jetzt fleißig mitgerechnet hat, kommt auf 8,13 Cent. Hiervon muss der Versorger den Strom beschaffen sowie seine weiteren Kosten (Personalkosten etc.) decken.
 
An der Börse sinken die Preise, warum sinkt mein Strompreis nicht?

Vor allem im Zuge des Corona-Lock-Downs sind die Preise aufgrund mangelnder Nachfrage an der Strombörse gesunken. Man vernimmt häufig die Klagen von sogenannten Experten, dass die gesunkenen Preise doch an die Endverbraucher weitergeleitet werden sollen. Hier hilft ein sachlicher Blick darauf, wie überhaupt Strom eingekauft wird. Die Stadtwerke Dinslaken garantieren die Versorgungssicherheit der Bürger und Unternehmen Dinslakens und der Region. Im Jahr 2018 wurden 282,504 Mio. kWh Strom von den Stadtwerken bereitgestellt. (Um die Relationen zu verstehen: Eine Waschmaschine verbraucht im Jahr ca. 200 kWh.) Bürger und Unternehmen brauchen nicht nur hinsichtlich der Versorgung Sicherheit, sondern auch bezüglich der Kosten. Unser Bestreben sind stabile, günstige Energiepreise, deshalb kaufen wir den Strom frühzeitig als Jahresmenge an der Börse ein. So wird der Endverbraucherpreis kalkulierbar und transparent.

Was gerne vergessen wird: Wenn wir wie Bankmanager an der Börse „zocken“, erzielen wir nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste. Höhere Strompreise müssten dann ja ebenfalls an den Verbraucher weitergegeben werden. Im Endeffekt würde das bedeuten, dass wir stark schwankende Arbeitspreise hätten, wenig transparent und auch wenig kalkulierbar für Bürger und Unternehmen wären. Ist das wirklich erstrebenswert?
 
Gewinne bleiben in der Region

Als 100%ige Tochter der Stadt Dinslaken fließen etwaige Gewinne in den Haushalt der Stadt. So kann die Infrastruktur für einen lebenswerten Ort aufrechterhalten (z.B. Schwimmbad oder Eishalle), das Vereins- und Kulturleben gesichert sowie kommunalen Steuern niedrig gehalten werden.

Alle Informationen finden Sie auch noch mal zusammengefasst in diesem Video